Wer in die psychische Gesundheit junger Menschen investiert, investiert in die Zukunft
Angststörungen, Depressionen und weitere psychische Erkrankungen belasten junge Menschen auf der ganzen Welt schwer und wurden gemäss UNICEF bei 1 von 7 Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren diagnostiziert. Laut einer Auswertung vom Bundesamt für Statistik sowie der Gesundheitsbefragung Schweiz zeigen schweizweit rund 15–20 % der Jugendlichen Anzeichen einer klinisch relevanten psychischen Störung oder haben eine entsprechende Diagnose. Zudem ist bei uns Suizid eine der häufigsten Todesursachen bei den 15- bis 24-Jährigen. Die Corona-Pandemie hat diese bereits bestehende Krise noch deutlich verschärft und macht klar, dass Abwarten statt Handeln keine Option ist. Junge Menschen brauchen unsere Unterstützung.
Gesunde Jugendliche sind die Fachkräfte von morgen
Neben Eltern, Schule und weiteren gesellschaftlichen Einflüssen übernehmen auch Unternehmen eine zentrale Schlüsselrolle, wenn es um Prävention und Unterstützung im Bereich der mentalen Gesundheit geht. Sie sind nicht nur Arbeitsplatz, sondern wichtige Lebens- und Lernorte, an denen Menschen täglich einen grossen Teil ihrer Zeit verbringen.
Ein aktives Engagement in der Förderung psychischer Stabilität und Resilienz trägt dazu bei, Belastungen frühzeitig zu erkennen, betroffene Mitarbeitende oder Auszubildende zu unterstützen und ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Dadurch werden die Zufriedenheit und das Wohlbefinden einzelner gefördert und langfristige Krankheitsausfälle reduziert sowie die Kreativität und Innovationskraft innerhalb des Unternehmens gestärkt.
Gleichzeitig führt ein sichtbares Bekenntnis zu mentaler Gesundheit zu einer höheren Arbeitgeberattraktivität, was in Zeiten des Fachkräftemangels ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist. Unternehmen, die Verantwortung übernehmen, setzen ein klares Zeichen für eine nachhaltige und menschenorientierte Unternehmenskultur und leisten damit einen direkten Beitrag zu einer gesunden, leistungsfähigen Gesellschaft sowie zum eigenen wirtschaftlichen Erfolg.
Eine globale Bewegung für mentale Stärke
2022 haben UNICEF und die Z Zurich Foundation gemeinsam mit weiteren internationalen Unternehmen die «Global Coalition for Youth Mental Health» ins Leben gerufen. Diese weltweite Initiative verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Bis 2030 sollen rund 30 Millionen Jugendliche in 30 Ländern Zugang zu Unterstützung und Angeboten erhalten, die ihre mentale Widerstandskraft fördern.
Das Bündnis setzt nicht allein auf Aufklärung, sondern auf konkrete Angebote, die jungen Menschen helfen, Krisen zu meistern und ihr Potenzial voll zu entfalten. Von lokal verankerten Projekten bis zu internationalen Kampagnen soll ein Netzwerk aus Sicherheit, Vertrauen und Chancen entstehen, ein stabiles Fundament und der Nährboden, der die nächste Generation braucht, um darauf eine stabile Zukunft aufzubauen. Es wäre ein Gewinn für alle, wenn sich mehr Unternehmen in der Schweiz an diesem zukunftsweisenden Projekt beteiligten.
Psychische Gesundheit als Wettbewerbsvorteil
Mentale Gesundheit ist keine optionale Wohltätigkeit, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor. UNICEF schätzt, dass die mangelnde Investition in die psychische Gesundheit weltweit pro Jahr rund 390 Milliarden US-Dollar an menschlichem Potenzial kostet. Diese Verluste beziehen sich auf einzelne Lebensläufe, aber auch auf Unternehmen, die auf belastbare und kreative Teams angewiesen sind.
Mitarbeitende sind heute mehr als ein Produktionsfaktor. Auch wenn KI immer mehr Aufgaben zu übernehmen vermag, sind Menschen in vielen Bereichen unersetzbar. Fachkräfte bleiben weiterhin ein wertvolles Gut, das es zu pflegen gilt. Zudem lässt sich Menschlichkeit kaum durch KI ersetzen.
Investitionen in die psychische Gesundheit von jungen Menschen zahlen sich aus: Zufriedene Mitarbeitende bleiben länger im Unternehmen, sind motivierter und denken innovativer. Arbeitgeber, die sich klar zu mentaler Gesundheit bekennen, ziehen zudem Talente an, für die Werte und soziale Verantwortung entscheidend sind.
Vom gesellschaftlichen Engagement zur internen Stärke
Unternehmen können ihren Einfluss aktiv nutzen, um echte Veränderungen zu bewirken. Das beginnt bei der finanziellen Unterstützung von Programmen, die Jugendliche und junge Erwachsene in besonders belasteten Lebenssituationen erreichen. Es geht weiter über den Aufbau einer Unternehmenskultur, die Respekt, Sicherheit und psychische Stabilität fördert. Und es endet nicht bei der eigenen Organisation: Wer seine Reichweite einsetzt, bringt das Thema in den öffentlichen Diskurs und gewinnt Anerkennung.
Die Angebote von Life Lemonade zielen darauf ab, Mitarbeitende, egal ob jung oder alt, auf ihrem Weg zu begleiten und zu stärken. Themen wie Selbstwirksamkeit, Handlungsfähigkeit, Abgrenzung und der aktive Umgang mit Energie beispielsweise führen zu einem Umdenken und oft hilft es schon, Themen, die einen beschäftigen in einem sicheren Rahmen besprechen, an konkreten Lösungen arbeiten zu können und vom Denken ins Handeln zu kommen.
Investieren bedeutet gewinnen
Für Unternehmen, Organisationen und staatliche Akteure ist jetzt der Moment gekommen, psychische Gesundheit nicht nur als ethische Pflicht, sondern als festen Bestandteil strategischer Planung zu begreifen. Wer Lernenden und Berufseinsteigenden heute Unterstützung bietet, schafft eine gesündere, stabilere Gesellschaft – und sichert gleichzeitig die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der eigenen Organisation.
Eleanor Roosevelt hat gesagt: «Wer den Jugendlichen den Glauben an ihre Kraft gibt, schenkt der Zukunft Hoffnung.» Die Frage ist also nicht, ob man sich die Investition in Angebote zur Unterstützung der mentalen Gesundheit von jungen Menschen leisten kann. Die entscheidende Frage lautet: Kannst du dir leisten, es nicht zu tun?